ProFit

Künstliche Intelligenz
bei EMIL

Förderprojekt mit siebenstelligem Volumen:
"Künstliche Intelligenz bei EMIL" wird durch EU-Gelder gefördert

EMIL, Deutschlands erste Kfz-Versicherung, die monatlich pro gefahrenem Kilometer abrechnet, entwickelt in einem Förderprojekt mit siebenstelligem Volumen ein neues Schadenprognosemodell basierend auf künstlicher Intelligenz. Die Fördergelder stammen unter anderem von der Europäischen Union und werden im Rahmen des Pro FIT-Programms der Investitionsbank Berlin (IBB) zur Verfügung gestellt.

Mit Hilfe von Machine Learning Algorithmen entwickelt EMIL ein neues Modell, das das Schadenrisko von Autofahrern besser abbilden soll als die bisher in der Versicherungsbranche verwendeten Modelle. Bastian Knutzen, Gründer und Geschäftsführer von EMIL: „Das Projekt ‚Künstliche Intelligenz bei EMIL‘ ermöglicht uns neue Erkenntnisse in der Tarifierung für eine verbesserte Risikoselektion zu erlangen. Wir freuen uns sehr darüber, dass unser Projekt nun auch von der Europäischen Union im Rahmen des Pro FIT-Programms der IBB gefördert wird.“

Mit über 12 Jahren Erfahrung im Bereich künstlicher Intelligenz und Prognosemodellen ist Martin Burger aus dem EMIL Team als Projektleiter ausgewählt worden. Er hat beispielsweise auch für Home24 SE und REWE International AG Prognose-Algorithmen entwickelt, die bis heute in mehr als 4.000 Filialen in über 20 Ländern eingesetzt werden.

Schadenprognose mithilfe von künstlicher Intelligenz

Als Standardwerkzeug bei der Erstellung des Tarifmodells zur Ermittlung der Prämien haben sich seit den 1990er Jahren generalisierte lineare Modelle (GLMs) etabliert. EMIL beabsichtigt nun zur Ermittlung der Prämien nebst den traditionellen Modellen verschiedene Methoden der künstlichen Intelligenz einzusetzen.

Zum einen sollen moderne Verfahren des Machine Learnings wie beispielsweise Gradient Boosted Regression Trees und Support Vector Machines eingesetzt werden. Hiermit können im Gegensatz zu GLMs automatisiert nicht-lineare Zusammenhänge zwischen erwarteten Schäden und Kundenmerkmalen sowie komplexe, bisher unerkannte Abhängigkeiten entdeckt und erfasst werden, ohne dafür vorab Hypothesen aufstellen zu müssen.

Zum anderen sollen mithilfe eines neuartigen Model Stacking Ansatzes die einzelnen Verfahren optimal in einem übergreifenden Meta-Modell kombiniert werden. Hierdurch kann erreicht werden, dass die Fähigkeiten der verschiedenen Methoden zur Mustererkennung ausgenutzt werden, und zwar abhängig davon, für welche Merkmalskonstellationen die verschiedenen Verfahren am geeignetsten zur Schadenprognose sind.

Pro FIT fördert insbesondere Projekte, die in ihrer Innovation weltweit einzigartig sind und dem geförderten Unternehmen einen besonderen Wettbewerbsvorteil bieten. Gunnar Quaukies von der Investitionsbank Berlin (IBB): „Das Projekt ‚Künstliche Intelligenz bei EMIL‘ weist einen sehr hohen Innovationsgrad auf und setzt neueste Erkenntnisse aus der Daten-Wissenschaft in einem wettbewerbsrelevanten Produkt um. Dies halten wir für sehr förderwürdig“

Über die IBB

Die Investitionsbank Berlin (www.ibb.de) ist die Förderbank des Landes Berlin. Sie trägt mit ihren maßgeschneiderten Förderangeboten aktiv zur Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Berlin bei: Zum Beispiel mit Pro FIT, dem EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) kofinanzierten zentralen Innovationsförderprogramm des Landes Berlin, mit dem technologieorientierte Projekte in allen Innovationsphasen – von der Forschung bis zur Markteinführung – finanziert werden können.

Über EMIL

EMIL ist Deutschlands erste digitale Kfz-Versicherung, die monatlich pro gefahrenem Kilometer abrechnet. Das Unternehmen wurde im Jahr 2017 von Chris Maslowski und Bastian Knutzen in Berlin gegründet und ist unter anderem mit dem Goldenen Bullen als „Versicherungsinnovation des Jahres 2019“ ausgezeichnet worden.

Um möglichst schnell auf zukünftige Trends reagieren sowie Produkte schnell weiterentwickeln zu können, hat EMIL neben der Kfz-Versicherung außerdem ein eigenes Bestandsführungssystem basierend auf einer skalierbaren Microservice Architektur entwickelt: Die EMIL Insurance Suite (EIS). Das System bildet den größten Teil der Sachversicherungs-Wertschöpfungskette ab, von Tarifierung und Underwriting, über die operativen Prozesse (z.B. FZV und VWB), die Kundenbetreuung, und das Beitragsinkasso, bis hin zur Partnerintegration und Schadenerfassung.